Darf ich ohne Baugenehmigung eine Pergola aufstellen?

Wer kennt das denn nicht: Da haben wir eine Gartenparty organisiert und das Wetter sieht in den nächsten Tagen mau aus. Mit einer solchen Überdachung auf der Terrasse müssen wir uns keine Sorgen mehr machen. Denn das große Metall- und Glasdach schützt vor Wind und Wetter.  Was sagt jedoch das deutsche Baurecht dazu? Eine Pergola ist ein Bauelement, das dazu dient, bestimmte Außenbereiche zu überdachen und so geschützte oder manchmal schattige Plätze am Haus zur Verfügung zu stellen. So lassen sich nicht nur die Sommertage, sondern vor allem die Jahreszeiten, die zwar noch angenehm, aber nicht mehr heiß sein können, maximal zu nutzen. Pergolen werden häufig direkt auf Terrassen gebaut.

Ob Sie eine Baugenehmigung für Ihre Terrassenüberdachung benötigen oder nicht hängt im Wesentlichen von der Abmessung der geplanten Überdachung und dem Bundesland ab. Der räumliche Freibetrag gibt die maximale Fläche an welche überbaut werden darf ohne dass Sie eine Baugenehmigung dafür benötigen, in Baden-Württemberg liegt dieser bei 30qm. Wenn Sie eine genehmigungsfreie Überdachung planen und keine Baugenehmigung benötigen, müssen natürlich trotzdem allgemeine Bauvorschriften eingehalten werden, wie z.B. Mindestabstände zum Nachbargrundstück. Sie müssen Ihren Nachbarn nicht fragen, ob Sie eine Überdachung für Ihre Terrasse bauen dürfen oder nicht. Es lohnt sich allerdings trotzdem, wenn Sie ein gutes Verhältnis zu Ihrem Nachbarn haben, auch ein verfahrensfreies Bauvorhaben abzustimmen. Speziell in eng bebauten Gebieten kommt es häufig vor, dass die Mindestabstandsfläche (in der Regel 3m) nicht eingehalten werden kann. In diesem Fall benötigen Sie eine schriftliche Einwilligung der Nachbarn.